Gefährdete LGBTQI-Ukrainer

Vor einem Jahr schockierte Russlands großangelegter Einmarsch in die Ukraine die Welt. Die ohnehin schon gefährdete LGBTQI-Gemeinschaft war sowohl durch den Konflikt als auch durch die möglichen Folgen bedroht, insbesondere durch die Verfolgung von LGBTQI-Personen durch Russland. GiveOut hat in Zusammenarbeit mit Outright International unseren LGBTQI-Notfallfonds aktiviert und einen Spendenaufruf gestartet, um die am stärksten gefährdeten LGBTQI-Personen zu unterstützen.

In Notfällen sind unsere Gemeinschaften mehr denn je auf die Unterstützung – und den Schutz – lokaler LGBTQI-Organisationen angewiesen. Und diese Organisationen sind wiederum auf die Unterstützung unserer weltweiten Gemeinschaft angewiesen.

Wie Ihre Unterstützung etwas bewirkt

Dank Ihrer großzügigen Unterstützung liefert Insight täglich 200 Hilfspakete an die am stärksten benachteiligten Bevölkerungsgruppen in der Ukraine. Olena von Insight sagte:

“Im Moment bitten die Menschen um etwas, das ihnen ermöglicht, im Winter trotz des Stromausfalls nicht zu erfrieren. Gestern betrug die Temperatur in der Wohnung meiner Eltern beispielsweise 4 Grad. Und in den Regionen im Osten der Ukraine ist die Lage noch schlimmer, da die Menschen aufgrund der heftigen Bombardements keine Wände mehr haben. Sie brauchen also alles: Lampen, Gasflaschen, etwas zum Kochen sowie einfache Batterien, Kerzen und Taschenlampen. Deshalb versuchen wir, Spenden zu sammeln, um diese Hilfsgüter bereitzustellen.’.

Unsere Hilfspakete bestehen hauptsächlich aus Hygieneartikeln für Babys und Erwachsene sowie aus Lebensmitteln, Medikamenten – darunter auch Hormone für Transmenschen –, Decken und anderen Dingen, die zum Warmhalten dienen. Eine Person bat beispielsweise um Insulin und bestimmte Medikamente, um überhaupt überleben zu können.”

Kyiv Pride hat eine LGBTQI-Notunterkunft für Menschen eingerichtet, die Zuflucht und Unterstützung benötigen. Lenny von Kyiv Pride erklärte:  

“Leider werden marginalisierte Gemeinschaften wie LGBTQI-Personen seit Jahren vernachlässigt. Deshalb richten wir Notunterkünfte ein. Wir leisten den Mitgliedern dieser Gemeinschaften direkte Hilfe. Wir verfügen über eine Notunterkunft für bis zu 25 Personen und ein Gemeindezentrum. Wir bieten Unterstützung bei der Beschaffung von Medikamenten, Lebensmitteln und bei der Umsiedlung. Derzeit beherbergen wir in unserer Unterkunft einen Flüchtling, dessen Haus von bewaffneten Russen besetzt wurde, woraufhin er floh. Als wir die Unterkunft eröffneten, kamen die Menschen nach und nach zu uns, und dieser emotionale Austausch mit der Gemeinschaft war eine große Hilfe.”  

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