„City for LGBT+“: Sechs Jahre Wirkung

Vor sechs Jahren hat sich GiveOut mit Macquarie, The Funding Network und Consortium zusammengetan, um „City for LGBT+“ ins Leben zu rufen – eine bahnbrechende Spendenveranstaltung, die die LGBTQI-Community und ihre Verbündeten vereint, um sich sowohl in Großbritannien als auch weltweit für Menschenrechte einzusetzen. Seit ihrer Gründung hat „City for LGBT+“ über 300.000 Pfund gesammelt und damit LGBTQI-Organisationen, die sich unermüdlich für Gleichberechtigung und dauerhaften Wandel einsetzen, mit wichtigen Mitteln unterstützt.

Heute sind die Rechte der LGBTQI-Gemeinschaft beispiellosen Bedrohungen ausgesetzt, und in vielen Teilen der Welt werden hart erkämpfte Freiheiten wieder eingeschränkt. Aktivisten stehen an vorderster Front, verteidigen mutig ihre Gemeinschaften und wehren sich gegen unterdrückerische Gesetze, doch sie benötigen dringend mehr Ressourcen, um ihre wichtige Arbeit fortsetzen zu können.

In diesem Jahr widmet sich ‘City for LGBT+’ all jenen, die sich „gegen den Abbau von Rechten wehren“. Wir werden eindrucksvolle Berichte von Lini Zurlia vom ASEAN SOGIE Caucus, Kutlwano Magashula von The Other Foundation und Heather Paterson vom Consortium hören, die über ihre Bemühungen zur Verteidigung der LGBTQI-Rechte berichten. Im Anschluss an diese inspirierenden Vorträge haben die Gäste die Möglichkeit, im Rahmen einer spannenden Auktion Spenden zuzusagen und so das Leben von LGBTQI-Menschen in Großbritannien und auf der ganzen Welt konkret zu verbessern.

‘City for LGBT+’ hat bereits eine entscheidende Rolle bei der Unterstützung von LGBTQI-Gemeinschaften gespielt, vom Nahen Osten bis in die Karibik. So konnte beispielsweise J-FLAG in Jamaika dank der 2019 gesammelten Spenden das „Rainbow House“ nach einem verheerenden Brand wieder aufbauen und damit einen wichtigen sicheren Ort wiederherstellen, an dem sich die Gemeinschaft versammeln und entfalten kann. 

“Die Gemeinde hat das Gefühl, wieder einen Ort zu haben, an dem sie einfach vorbeikommen und mit uns reden kann. Es ist für uns sehr wichtig und entscheidend, einen Ansprechpartner zu haben.”

– Glenroy Murray, Geschäftsführer von J-FLAG

Glenroy Murray, Geschäftsführer von J-FLAG, erklärte: “Als wir diesen Raum am 30. Dezember 2018 verloren haben, war das nicht nur für uns als Organisation ein schwerer Schlag, sondern auch für die Gemeinschaft. Sie haben diesen Raum verloren.” Nun, da das Rainbow House wiederhergestellt ist, stellt Glenroy fest: “Die Gemeinde hat das Gefühl, wieder einen Ort zu haben, an dem sie einfach vorbeikommen und mit uns reden kann. Es ist sehr wichtig und entscheidend für uns, einen Anlaufpunkt zu haben.”

In Kenia führt die Nationale Menschenrechtskommission für Schwule und Lesben (NGLHRC) viel beachtete strategische Rechtsstreitigkeiten und bietet der Community kostenlose rechtliche Unterstützung an. 

Samson ist ein LGBTQI-Flüchtling, der aus Uganda geflohen ist und in Kenia Schikanen und Misshandlungen ausgesetzt war. Er stieß auf die NGLHRC und nahm an mehreren Schulungen teil, um seine gesetzlichen Rechte als LGBTQI-Flüchtling besser zu verstehen. Nach der juristischen Schulung durch die NGLHRC konnte sich Samson gegen eine unrechtmäßige anale Untersuchung durch die Polizei wehren – einen Versuch, seine sexuelle Orientierung “nachzuweisen” – und erreichte mit der rechtlichen Unterstützung der NGLHRC, dass die Anklage gegen ihn fallen gelassen wurde. Ohne diese Hilfe, so glaubt Samson, säße er heute noch im Gefängnis.

Im Libanon sind LGBTQI-Personen nach wie vor mit schwerwiegender Diskriminierung und rechtlichen Hindernissen konfrontiert, darunter die Kriminalisierung gleichgeschlechtlicher sexueller Handlungen und Einschränkungen der Geschlechtsausdrucksfreiheit. Im Jahr 2022, inmitten eines systematischen Vorgehens gegen die Rechte von LGBTQI-Personen, organisierte Helem, eine LGBTQI-Rechtsorganisation, gemeinsam mit anderen einen Protestmarsch und focht das Verbot von Pride-Veranstaltungen durch die Regierung erfolgreich vor Gericht an. Der Sieg von Helem war ein bedeutender Erfolg für die LGBTQI-Gemeinschaft im Libanon. Darüber hinaus setzt sich Helem aktiv für den Schutz von LGBTQI-Personen vor Online-Belästigung ein und arbeitet mit anderen Organisationen zusammen, um Druck auf Technologieunternehmen auszuüben, damit diese LGBTQI-Nutzer auf Social-Media-Plattformen schützen.

“Nachdem Samson eine juristische Schulung durch die NGLHRC erhalten hatte, konnte er sich gegen eine rechtswidrige anale Untersuchung durch die Polizei wehren – einen Versuch, seine sexuelle Orientierung zu “beweisen” – und erreichte mit der rechtlichen Unterstützung der NGLHRC, dass die Anklage gegen ihn fallen gelassen wurde. Ohne diese Hilfe wäre Samson seiner Meinung nach heute noch im Gefängnis.”

Diese Geschichten verdeutlichen die immensen Herausforderungen, denen sich LGBTQI-Gemeinschaften weltweit gegenübersehen – und die entscheidende Bedeutung der Unterstützung durch die Gemeinschaft und die Wirtschaft, unter anderem durch „City for LGBT+“. Ob beim Wiederaufbau sicherer Räume in Jamaika, beim Kampf gegen ungerechtfertigte rechtliche Schritte in Kenia oder beim Widerstand gegen unterdrückerische Gesetze im Libanon: Die über „City for LGBT+“ gesammelten Spenden haben direkte und tiefgreifende Auswirkungen auf das Leben von LGBTQI-Personen.

Wenn wir uns also erneut für dieses wichtige Anliegen versammeln, denken Sie daran, dass jede Form der Unterstützung etwas bewirkt. Gemeinsam können wir uns gegen den Abbau von Rechten wehren und dazu beitragen, eine Welt zu schaffen, in der LGBTQI-Menschen frei und authentisch leben können, ohne Angst vor Diskriminierung oder Verfolgung.

Macht dieses Jahr mit und werdet Teil einer Bewegung, die weltweit einen echten Beitrag für die Rechte der LGBTQI-Gemeinschaft leistet.

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