Nasirs Weg – Gewalt überleben und Unterstützung durch IraQueer finden

Silhouette of an IraQueer Representative Speaking at City for LGBT+ 2022

Im Irak sind LGBTQI-Personen extremer Gewalt und Diskriminierung ausgesetzt, oft ohne jeglichen rechtlichen Schutz. Viele, wie Nasir (ein Pseudonym), ein schwuler Mann aus Basra, sind brutalen Misshandlungen und der Androhung von Ehrenmorden ausgesetzt, sobald ihre Identität bekannt wird. Als Nasirs Familie von seiner sexuellen Orientierung erfuhr, wurde er schwer geschlagen, enterbt und mit dem Tod bedroht, was sowohl zu körperlichen als auch zu seelischen Traumata führte. Da er aufgrund eines durch die Gewalt verursachten Bandscheibenvorfalls gezwungen war, für seinen Lebensunterhalt selbst zu sorgen, benötigte Nasir dringend medizinische Versorgung, eine sichere Unterkunft und finanzielle Unterstützung, um wieder Fuß zu fassen.

Nasir wandte sich an IraQueer, die führende LGBTQI-Organisation im Irak. Da er die Arbeit von IraQueer bereits verfolgt hatte, kontaktierte er die Organisation als letzten Ausweg, wohl wissend, dass sie die einzige Organisation war, die sich offen für die Rechte von LGBTQI-Personen im Irak einsetzte. IraQueer reagierte umgehend und stellte ihm eine Soforthilfe zur Verfügung. Diese finanzielle Unterstützung ermöglichte es Nasir, ein Zimmer in einer abgelegenen ländlichen Gegend außerhalb von Basra zu mieten, fernab von den Bedrohungen durch seine Familie. Der Zuschuss deckte auch seine Lebenshaltungskosten und die notwendigen medizinischen Behandlungen für seine Verletzung ab. Dank dieser Unterstützung konnte er endlich einen Arzt aufsuchen und die dringend benötigte Behandlung beginnen, die ihm half, sich körperlich zu erholen.

Da IraQueer sich der tiefen emotionalen Narben bewusst war, die diese Tortur bei ihm hinterlassen hatte, bot die Organisation Nasir auch psychologische Unterstützung an. Diese kontinuierliche Betreuung war entscheidend dafür, dass er das Trauma der Gewalt, der Drohungen und der Isolation, die er erdulden musste, bewältigen konnte. Regelmäßige Gespräche und der Zugang zu Hilfsangeboten für psychische Gesundheit ermöglichten es ihm, seine Erlebnisse zu verarbeiten und seine psychische Widerstandsfähigkeit wieder aufzubauen.

Die umfassende Unterstützung, die Nasir erhielt, trug erheblich zu seinem Wohlbefinden bei. Als sich sein körperlicher Zustand verbesserte, begann er, über eine Rückkehr ins Berufsleben nachzudenken. Die Sicherheit, dass seine Miete und seine Lebenshaltungskosten gedeckt waren, ermöglichte es ihm, sich ganz auf seine Genesung zu konzentrieren. Die psychologische Unterstützung half ihm, wieder Hoffnung und Stabilität zu gewinnen, und gab ihm die Chance, an eine sicherere Zukunft zu denken. Obwohl er aus Sicherheitsgründen immer noch über eine Auswanderung nachdenkt, hat ihm die Unterstützung von IraQueer den Freiraum verschafft, seine nächsten Schritte zu planen, ohne unter dem unmittelbaren Überlebensdruck zu stehen.

“Ich habe mich an IraQueer gewandt, weil es die einzige Organisation im Irak ist, die sich für queere Menschen einsetzt, ihnen zur Seite steht und ihre Rechte verteidigt”, erzählte Nasir. “IraQueer hat mich psychologisch und finanziell unterstützt. Es war meine einzige Zuflucht.”

Nasirs Geschichte unterstreicht die entscheidende Rolle von Organisationen wie IraQueer bei der lebensrettenden Unterstützung von LGBTQI-Personen in Krisensituationen. Indem IraQueer sowohl auf die körperlichen als auch auf die psychischen Bedürfnisse eingeht und für finanzielle Stabilität sorgt, hat die Organisation ihm geholfen, sein Trauma zu überwinden und sein Leben wieder aufzubauen.

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