GiveOut-Förderpartner, The Vereinigung für die Gleichberechtigung von LGBTI-Personen im Westbalkan und in der Türkei (ERA) hat die willkürliche Inhaftierung der Journalistin und LGBTQI-Menschenrechtsaktivistin Yıldız Tar scharf verurteilt und fordert ihre sofortige und bedingungslose Freilassung.
Yıldız Tar, eine bekannte Journalistin und LGBTQI-Menschenrechtsaktivistin, wurde am 18. Februar in der Türkei im Rahmen einer groß angelegten Aktion gegen LGBTQI-Aktivismus und die Meinungsfreiheit festgenommen.
Tar sollte eigentlich nach London reisen, um bei der Veranstaltung von GiveOut zu sprechen. LGBTQI-Klimakonferenz nächste Woche, um zu erörtern, wie Klimafinanzierer und Aktivisten zusammenarbeiten können.
Auch „Reporters sans frontières“ (Reporter ohne Grenzen) hat die Behörden aufgefordert, Tar und andere Journalisten unverzüglich freizulassen und die rechtliche Schikane gegen Medienvertreter einzustellen.
Tars Inhaftierung erfolgt vor dem Hintergrund einer zunehmenden Ablehnung gegenüber LGBTQI-Personen in der Türkei. Die Regierung strebt Gesetzesänderungen an, um LGBTQI-Identitäten unter Strafe zu stellen. Die vorgeschlagenen Änderungen des Bürgerlichen Gesetzbuchs und des Strafgesetzbuchs sehen möglicherweise Freiheitsstrafen von bis zu drei Jahren für Personen vor, die ’entgegen ihrem biologischen Geschlecht handeln“.”
Zu den Auswirkungen der Festnahme von Yidiz erklärte die ERA:
“Die Festnahme von Tar ist ein Testfall für das allgemeine autoritäre Vorgehen in der Türkei. Wenn dieser Angriff auf die Pressefreiheit und den LGBTQI-Aktivismus ungehindert bleibt, wird dies einen Präzedenzfall für weitere Kriminalisierungen, die Schließung von Organisationen und groß angelegte Festnahmen schaffen.”
Um die Stellungnahme der ERA zu lesen Hier klicken.
